Heizungstechnik
Beispiel Total-Energie-Anlagen
Unter Total-Energie-Anlagen versteht man solche Kleinkraftanlagen, die bei weitgehender Ausnutzung der Abwärme annähernd den gesamten Wärme-, Kälte- und Elektroenergiebedarf eines Gebäudes oder eines Industriekomplexes decken, so daß nur eine Art Primär-Energie gebraucht wird. Allerdings ist die Primärenergie nur Öl oder Gas, deren Vorkommen zeitlich begrenzt ist.
Als Antrieb dienen Gasmotoren, Gasturbinen oder auch Dampfturbinen. Diese Maschinen er-zeugen durch einen Generator elektrischen Strom, während die Abwärme zum Heizen, zur Dampferzeugung oder über Absorptions-Kältemaschinen auch zur Kühlung verwendet wird.
Voraussetzung für den Bau derartiger Anlagen ist, daß über längere Zeiten sowohl Strombedarf wie Wärme- und Kältebedarf vorliegen. Dies kann z. B. der Fall sein bei:
- Krankenhäusern,
- Rechenzentren,
- Industriebetrieben,
- Bürogebäuden und Wohnsiedlungen in Verbindung mit Kunsteisbahnen und Kühlhäusern etc.
Gasmotoren mit Generator haben im Normalbetrieb einen Wirkungsgrad von etwa 30 bis 35 %, Gasturbinen etwa 20 %. Durch die Ausnutzung der Abwärme lassen sich die Wirkungsgrade auf etwa 75 bis 85 % verbessern, wobei die Abwärme als Warmwasser, Niederdruckdampf oder auch Heißwasser anfällt.
BHKW
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